Erst Schwung verbessern, dann Fitting? | PMG
Golfer im vollen Schwung während eines Fittings bei PMG Fitting Frankfurt
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Solltest du erst deinen Schwung verbessern, bevor du ein Fitting machst?

Brauchst du einen konstanten, technisch sauberen Golfschwung, bevor du deine Schläger fitten lässt? Eine berechtigte Frage – mit einer weniger einfachen Antwort.

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Dein Schwung beeinflusst, welches Equipment zu dir passt. Gleichzeitig beeinflusst dein Equipment, wie du schwingst. Eine feste Reihenfolge gibt es deshalb nicht.

Schließlich basiert ein Clubfitting darauf, wie du schwingst. Wenn sich deine Technik verändert, verändern sich dann nicht auch deine Anforderungen an das Equipment?

Manchmal schon. Aber es gibt noch einen wichtigen Aspekt: Auch dein Equipment kann beeinflussen, wie du schwingst.

Dein Schwung und deine Schläger funktionieren nicht unabhängig voneinander. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Wer diesen Zusammenhang versteht, kann bessere Entscheidungen für sein Golfspiel treffen.

Warum dein Schwung beim Fitting wichtig ist

Bei einem Clubfitting geht es nicht einfach darum, den Schläger zu finden, mit dem du den weitesten Schlag erzielst. Wir wollen herausfinden, welche Schlägerspezifikationen am besten zu deiner individuellen Schlägerbewegung passen.

Während eines Fittings analysieren wir unter anderem:

  • Schlägerkopfgeschwindigkeit und Ballgeschwindigkeit
  • Schwungbahn, Schlagflächenstellung und Eintreffwinkel
  • Dynamischen Loft und Treffpunkt auf der Schlagfläche
  • Abflugwinkel, Spin und Ballflug
  • Längenkonstanz und Streuung

Diese Messwerte helfen uns zu verstehen, wie du den Schläger an den Ball bringst und welche Ergebnisse daraus entstehen.

Stell dir vor, du arbeitest mit deinem Golftrainer daran, deine Eisen konstanter zu treffen. Vielleicht versuchst du, den tiefsten Punkt deines Schwungs besser zu kontrollieren oder deine Schlägerbewegung im Treffmoment zu verändern. Wenn du diese Veränderungen zunehmend konstant umsetzen kannst, können sich auch dein Treffmuster, deine Abflugbedingungen und der Bodenkontakt verändern.

Diese Informationen sind beim Fitting wichtig. Wenn wir sowohl deine aktuelle Schlägerbewegung als auch deine Trainingsziele verstehen, können wir dein Equipment im Zusammenhang mit deiner weiteren Entwicklung als Golfer beurteilen.

Doch der Zusammenhang funktioniert auch in die andere Richtung.

Wie dein Equipment deinen Schwung beeinflussen kann

Jeder Golfschläger besitzt bestimmte Eigenschaften, die beeinflussen, wie er sich anfühlt, wie du dich zum Ball stellst und möglicherweise auch, wie du ihn durch den Schwung bewegst.

Schlägerlänge, Schaftgewicht, Schwunggewicht, Lie-Winkel, Loft und Schlägerkopfdesign können das Zusammenspiel zwischen dir und deinem Equipment beeinflussen. Drei Beispiele zeigen, warum das wichtig ist.

1. Schlägerlänge und Treffkonstanz

Die Schlägerlänge kann deine Ansprechposition, Körperhaltung, Entfernung zum Ball und die Konstanz deiner Ballkontakte beeinflussen.

Stell dir einen Golfer vor, der den Ball mit seinem Driver regelmäßig im Bereich der Ferse trifft. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben, beispielsweise die Ansprechposition oder die Schwungtechnik. Aber auch die Schlägerlänge sollte überprüft werden.

Während eines Fittings können wir unterschiedliche Längen vergleichen und beobachten, wie sich der Treffpunkt, die Ballgeschwindigkeit und die Streuung verändern. Führt ein etwas kürzerer Driver zu mittigeren Treffern, kann der Golfer durch eine effizientere Energieübertragung sogar an Konstanz und Länge gewinnen – obwohl der Schläger kürzer ist.

Entscheidend ist, die Länge zu finden, die für den jeweiligen Golfer die beste Kombination aus Geschwindigkeit, Ballkontakt und Kontrolle ermöglicht.

2. Schaftgewicht und Schwungtiming

Das Schaftgewicht kann beeinflussen, wie ein Golfer den Schläger während des Schwungs wahrnimmt und kontrolliert.

Ein leichterer Schaft kann einem Golfer helfen, mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen. Ein anderer hat mit demselben Gewicht möglicherweise Schwierigkeiten, den Ball konstant zu treffen. Ein schwererer Schaft kann das Gefühl für Timing und Kontrolle verändern, sich aber auch auf die Geschwindigkeit und den Kraftaufwand beim Schwung auswirken.

Entscheidend ist, dass jeder Golfer unterschiedlich darauf reagiert. Während eines Fittings können wir messen, wie sich verschiedene Schaftgewichte auf die Schlägerkopfgeschwindigkeit, die Schlägerbewegung, den Treffpunkt und den Ballflug auswirken. Manchmal liefert die schnellste Kombination auch die besten Gesamtergebnisse. In anderen Fällen sorgt eine andere Konfiguration für konstantere Ballkontakte und eine geringere Streuung.

Der beste Schaft ist nicht automatisch der leichteste, schwerste oder schnellste. Es ist der Schaft, mit dem du die effektivsten und konstantesten Ergebnisse erzielst.

3. Loft und Schlägerkopfdesign

Nicht jedes Problem mit dem Ballflug erfordert eine Veränderung der Schwungtechnik.

Stell dir einen Golfer vor, dessen Driver den Ball regelmäßig zu flach und mit zu wenig Spin startet. Seine Schlägerbewegung spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch die Eigenschaften des Drivers beeinflussen das Ergebnis.

Loft und Schlägerkopfdesign wirken sich auf den Abflugwinkel und den Spin aus. Unterschiedliche Schlägerköpfe können deutlich unterschiedliche Ergebnisse liefern, selbst wenn der Golfer sehr ähnliche Schwünge macht. Durch den Vergleich verschiedener Konfigurationen können wir herausfinden, ob sich mit einem anderen Loft oder Schlägerkopf bessere Abflugbedingungen erzielen lassen.

Das ist besonders wichtig, weil die Maximierung eines einzelnen Messwerts nicht automatisch zu einer besseren Gesamtleistung führt. Eine höhere Ballgeschwindigkeit bedeutet beispielsweise nicht zwangsläufig mehr Carry-Distanz, wenn Abflugwinkel und Spin nicht aufeinander abgestimmt sind. Ein gutes Fitting berücksichtigt deshalb, wie diese Faktoren zusammenwirken.

Was passiert, wenn du deinen Schwung noch verbesserst?

Wenn du gerade mit deinem Golftrainer an deinem Schwung arbeitest, lohnt es sich zu verstehen, welche Rolle dein aktuelles Equipment dabei spielt.

Stell dir vor, du möchtest deine Treffkonstanz verbessern, aber deine Eisen passen nicht zu deinen körperlichen Voraussetzungen oder deiner Schlägerbewegung. Eine ungeeignete Schlägerlänge, ein unpassender Lie-Winkel oder eine ungünstige Schaftkonfiguration könnten es dir erschweren, den Ball so konstant und kontrolliert zu treffen, wie du es dir wünschst. In diesem Fall können Anpassungen an deinem Equipment deinen Trainingsfortschritt unterstützen.

Betrachten wir eine andere Situation: Du arbeitest gerade an größeren technischen Veränderungen, die sich voraussichtlich deutlich auf deine Schlägerbewegung auswirken werden. Vielleicht veränderst du deinen Eintreffwinkel oder die Art, wie du die Schlagfläche durch den Treffmoment führst. Dadurch könnten sich auch die Schlägerspezifikationen verändern, die langfristig am besten zu dir passen. In diesem Fall wäre es möglicherweise nicht sinnvoll, sofort in einen komplett neuen Schlägersatz zu investieren, bevor du die technischen Veränderungen konstanter umsetzen kannst.

Genau deshalb geht es bei einem Fitting um mehr als nur darum, neue Schläger zu finden.

Bei PMG beurteilen wir dein aktuelles Equipment, deine Schlägerbewegung und die Verbesserungen, an denen du gerade arbeitest. Manchmal empfehlen wir neue Schläger. Manchmal reicht eine kleine Anpassung deiner vorhandenen Schläger aus. Und manchmal ist es sinnvoller, zunächst weiter an deinem Schwung zu arbeiten, bevor du eine größere Investition tätigst.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dir herauszufinden, welche Lösung in deiner Situation am meisten Sinn ergibt. So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen, die sowohl zu deinem aktuellen Spiel als auch zu deiner weiteren Entwicklung passt.

So gehen wir bei PMG vor

Bei PMG beginnt jedes Fitting damit, den Golfer kennenzulernen. Wir möchten verstehen, welches Equipment du aktuell spielst, welche Erfahrungen du auf dem Golfplatz machst und was du verbessern möchtest.

Anschließend nutzen wir Launch-Monitor-Daten, Treffmuster und direkte Equipmentvergleiche, um herauszufinden, welche Schlägerspezifikationen tatsächlich einen Mehrwert bieten.

Dabei interessiert uns mehr als nur dein längster Schlag. Ein Driver, mit dem du einmal eine außergewöhnliche Carry-Distanz erzielst, der aber gleichzeitig zu unkonstanten Treffern und großer Streuung führt, ist möglicherweise nicht die beste Wahl. Genauso ist ein Eisen, das weiter fliegt, nicht automatisch besser, wenn dadurch ungünstige Abflugbedingungen oder ungleichmäßige Lücken zwischen den Schlagdistanzen entstehen.

Wir suchen nach Equipment, das Performance, Konstanz und Vertrauen in den eigenen Schlag miteinander verbindet.

Auch deine weitere Entwicklung als Golfer spielt dabei eine Rolle. Wenn du gerade an deinem Schwung arbeitest, helfen uns deine Ziele und die geplanten Veränderungen, deine Fitting-Ergebnisse richtig einzuordnen. Wenn es sinnvoll ist, tauschen wir uns auch direkt mit deinem Golftrainer aus, damit dein Equipment die gemeinsame Arbeit unterstützt.

Unser Ziel ist es, Equipment zu finden, das zu deinem Spiel passt und dich in deiner Entwicklung als Golfer unterstützt.

Solltest du also erst deinen Schwung verbessern, bevor du ein Fitting machst?

Es gibt keine allgemeingültige Reihenfolge, die für jeden Golfer richtig ist. Entscheidend ist, dein aktuelles Spiel, deine Ziele und das Zusammenspiel zwischen deiner Technik und deinem Equipment zu verstehen.

Bevor du ein Fitting buchst, kannst du dir ein paar Fragen stellen:

  • Was möchte ich verbessern? Mehr Länge, bessere Ballkontakte, geringere Streuung, einen konstanteren Ballflug oder etwas anderes?
  • Arbeite ich gerade an größeren Schwungveränderungen? Wenn du deinem Fitter deine Trainingsziele mitteilst, kann er diese bei der Beurteilung berücksichtigen.
  • Weiß ich, wie mein aktuelles Equipment tatsächlich performt? Abflugwinkel, Spin, Treffmuster und Lücken zwischen den Schlagdistanzen können Verbesserungspotenziale aufzeigen, die allein am Ballflug nicht immer erkennbar sind.
  • Was soll mein Equipment für mich leisten? Die Antwort sollte sowohl dein aktuelles Spiel als auch deine zukünftigen Ziele berücksichtigen.

Du musst nicht auf all diese Fragen bereits eine Antwort haben. Genau solche Zusammenhänge zu verstehen, ist ein wichtiger Teil des Fittingprozesses.

Dein Schwung beeinflusst, welches Equipment am besten zu dir passt. Gleichzeitig kann dein Equipment beeinflussen, wie du schwingst.

Deshalb geht es bei einem Fitting um mehr als darum, einen Schläger anhand einiger Launch-Monitor-Werte auszuwählen. Es geht darum, den Golfer hinter diesen Zahlen zu verstehen. Das richtige Equipment sollte zu deinem aktuellen Spiel passen und dich gleichzeitig in deiner weiteren Entwicklung unterstützen.

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