Wie dein Equipment deinen Schwung beeinflussen kann
Jeder Golfschläger besitzt bestimmte Eigenschaften, die beeinflussen, wie er sich anfühlt, wie du dich zum Ball stellst und möglicherweise auch, wie du ihn durch den Schwung bewegst.
Schlägerlänge, Schaftgewicht, Schwunggewicht, Lie-Winkel, Loft und Schlägerkopfdesign können das Zusammenspiel zwischen dir und deinem Equipment beeinflussen. Drei Beispiele zeigen, warum das wichtig ist.
1. Schlägerlänge und Treffkonstanz
Die Schlägerlänge kann deine Ansprechposition, Körperhaltung, Entfernung zum Ball und die Konstanz deiner Ballkontakte beeinflussen.
Stell dir einen Golfer vor, der den Ball mit seinem Driver regelmäßig im Bereich der Ferse trifft. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben, beispielsweise die Ansprechposition oder die Schwungtechnik. Aber auch die Schlägerlänge sollte überprüft werden.
Während eines Fittings können wir unterschiedliche Längen vergleichen und beobachten, wie sich der Treffpunkt, die Ballgeschwindigkeit und die Streuung verändern. Führt ein etwas kürzerer Driver zu mittigeren Treffern, kann der Golfer durch eine effizientere Energieübertragung sogar an Konstanz und Länge gewinnen – obwohl der Schläger kürzer ist.
Entscheidend ist, die Länge zu finden, die für den jeweiligen Golfer die beste Kombination aus Geschwindigkeit, Ballkontakt und Kontrolle ermöglicht.
2. Schaftgewicht und Schwungtiming
Das Schaftgewicht kann beeinflussen, wie ein Golfer den Schläger während des Schwungs wahrnimmt und kontrolliert.
Ein leichterer Schaft kann einem Golfer helfen, mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen. Ein anderer hat mit demselben Gewicht möglicherweise Schwierigkeiten, den Ball konstant zu treffen. Ein schwererer Schaft kann das Gefühl für Timing und Kontrolle verändern, sich aber auch auf die Geschwindigkeit und den Kraftaufwand beim Schwung auswirken.
Entscheidend ist, dass jeder Golfer unterschiedlich darauf reagiert. Während eines Fittings können wir messen, wie sich verschiedene Schaftgewichte auf die Schlägerkopfgeschwindigkeit, die Schlägerbewegung, den Treffpunkt und den Ballflug auswirken. Manchmal liefert die schnellste Kombination auch die besten Gesamtergebnisse. In anderen Fällen sorgt eine andere Konfiguration für konstantere Ballkontakte und eine geringere Streuung.
Der beste Schaft ist nicht automatisch der leichteste, schwerste oder schnellste. Es ist der Schaft, mit dem du die effektivsten und konstantesten Ergebnisse erzielst.
3. Loft und Schlägerkopfdesign
Nicht jedes Problem mit dem Ballflug erfordert eine Veränderung der Schwungtechnik.
Stell dir einen Golfer vor, dessen Driver den Ball regelmäßig zu flach und mit zu wenig Spin startet. Seine Schlägerbewegung spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch die Eigenschaften des Drivers beeinflussen das Ergebnis.
Loft und Schlägerkopfdesign wirken sich auf den Abflugwinkel und den Spin aus. Unterschiedliche Schlägerköpfe können deutlich unterschiedliche Ergebnisse liefern, selbst wenn der Golfer sehr ähnliche Schwünge macht. Durch den Vergleich verschiedener Konfigurationen können wir herausfinden, ob sich mit einem anderen Loft oder Schlägerkopf bessere Abflugbedingungen erzielen lassen.
Das ist besonders wichtig, weil die Maximierung eines einzelnen Messwerts nicht automatisch zu einer besseren Gesamtleistung führt. Eine höhere Ballgeschwindigkeit bedeutet beispielsweise nicht zwangsläufig mehr Carry-Distanz, wenn Abflugwinkel und Spin nicht aufeinander abgestimmt sind. Ein gutes Fitting berücksichtigt deshalb, wie diese Faktoren zusammenwirken.